Verarbeitung: Betoninstandsetzung
Voraussetzung für eine erfolgreiche Betoninstandsetzung ist immer die sorgfältige Analyse der Schadensursachen. Erst dann kann ein auf Bauteil und Schadenstyp abgestimmtes, auch wirtschaftlich vertretbares Instandsetzungskonzept daraus abgeleitet werden. Dabei muss, je nach der Schwere des Schadens, der Umfang der Untersuchung vor Ort und/oder im Labor sehr sorgfältig bestimmt werden, da es hier keine bindenden Vorgaben gibt. Der vorgestellte Verarbeitungsablauf entspricht dem 1-komponentigen SAKRET PCC-Instandsetzungssystem gemäß ZTV-Ing. für PCC l/ll.
Die Schritte
1. Untergrundvorbehandlung
Verunreinigungen, lose und haftmindernde Schichten durch Abstrahlen der Fläche mit SAKRESIV Strahlmittel fein SV oder SAKRESIV Strahlmittel grob SV entfernen. Untergrund muss tragfähig und ausreichend aufgeraut sein – sichtbares Größtkorn. Die Abreißfestigkeit des Altbetons muss im Mittel 1,5 N/mm² betragen.
2. Bewehrungsstahl freilegen
Mechanisches Entfernen des Altbetons bis zum festen Betongefüge – dabei auf schräge Ausbruchkanten achten. Die korridierte Bewehrung in einem Umfeld von mindestens 2 über den Schadensbereich hinaus großzügig freilegen. Der Bewehrungsstahl darf nicht beschädigt werden und der Verbund zwischen Bewehrung und Beton nicht gelockert.
3. Bewehrungsstahl sandstrahlen
Die Oberfläche des freigelegten Bewehrungsstahls durch Sandstrahlen SAKRESIV Strahlmittel fein SV oder SAKRESIV Strahlmittel grob SV entrosten. Sie muss einen Oberflächenvorbereitungsgrad von Sa 2/St 2 aufweisen (nach DIN EN ISO 12944-4).
4. Korrosionsschutz auftragen
SAKRET Mineralischen Korrosionsschutz und Haftbrücke (z. B. SAKRET Mineralischer Korrosionsschutz und Haftbrücke K & H oder SAKRET Mineralischer Korrosionsschutz MKS) in ausreichender Schichtdicke zum dauerhaften Schutz der Bewehrung mehrlagig mit einem Pinsel auftragen. Die Bewehrungsoberfläche muss vollständig bedeckt sein, vor allem im Übergangsbereich der Bewehrung zum Beton sorgfältig arbeiten.
5. Haftbrücke auftragen
Beim SAKRET PCC l/ll-Instandsetzungssystem wird der SAKRET Mineralischer Korrosionsschutz und Haftbrücke K & H auch als Haftbrücke verwendet. Die Haftbrücke gleichmäßig und vollflächig auftragen. Bei SAKRET SPCC-Systemen entfällt die Haftbrücke.
6. Fläche reprofilieren
SAKRET Grobmörtel PCC 2 in die frische Haftbrücke als Betonersatz direkt einarbeiten, verdichten und mit Reibebrett nachbearbeiten. SAKRET SPCC-Mörtel werden per Trocken- bzw. Nassspritzverfahren entweder partiell in die Schadstellen oder flächig auf die vorbehandelten Betonbauteile aufgetragen.
7. Feinspachtelung
Untergrund matt-feucht vornässen und SAKRET Feinspachtel PCC 05 mit Stahltraufel gleichmäßig aufziehen. Im leicht angetrockneten Zustand mit Schwammbrett abreiben, bis ein gleichmäßiger Untergrund entstanden ist. Achtung: Instandgesetzte Flächen vor zu schneller Trocknung schützen.
Bei bestimmten Anwendungen kann zum zusätzlichen Schutz ein karbonatisierungsbremsendes SAKRET Betonoberflächenschutzsystem eingesetzt werden.
Eingesetzte SAKRET-Produkte:
Hoch abrasives Strahlmittel der Strahlverfahrenstechnik
Hoch abrasives Strahlmittel der Strahlverfahrenstechnik
Hydraulisch erhärtende, kunststoffvergütete, zementäre Haftbrücke und Korrosionsschutz
Hydraulisch erhärtender, kunststoffmodifizierter, zementärer Trockenmörtel
Hydraulisch erhärtender, kunststoffvergüteter, zementärer Werktrockenmörtel
Hydraulisch erhärtender, kunststoffvergüteter, zementärer Trockenmörtel